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Der Ruf ins Abenteuer

veröffentlicht um 14.05.2019, 03:57 von Martin Möller   [ aktualisiert: 14.05.2019, 05:35 ]

Neulich habe ich einen Satz gehört: "Wer nichts macht, macht auch nichts falsch." Eigentlich ist der Satz abwegig, denn wir alle machen ja irgend etwas.

Aber es stimmt: Theoretisch können wir an allem scheitern, was wir anfangen. An allem. Das bringt dieser Satz auf den Punkt. Es kann diese Verlockung geben, gar nichts anzufangen, sondern zu sagen: "Ich probiere nichts." "Ich schaffe es ohnehin nicht." "Es wird nicht so gut, wie ich mir das vorstelle." Ein Leben führen im Schneckenhaus. Nur mal kurz rauskommen, umgucken, alles kommentieren und schlecht finden, was man sieht und dann: Schnell wieder rein ins schützende Häuschen. Wie viele Menschen trauen sich nicht, ihr Leben so richtig in die Hand zu nehmen aus Angst, scheitern zu können oder schlicht, weil sie keine Lust haben, Unbequemlichkeiten auf sich zu nehmen?

Es mag Situationen geben, wo wir kräftemäßig angeschlagen sind im Leben. Dann ist das schützende Schneckenhaus gut. Aber ein Leben darauf zu gründen: Das geht nicht. Eine für den einen oder anderen beängstigende Wahrheit ist: Wir müssen unser Schneckenhaus verlassen, wenn wir ein sinnerfülltes und bedeutungsvolles Leben führen wollen.

Ich denke an Abraham. Der musste hinaus ins große Abenteuer. Abraham lebte sein Leben und wurde 75 Jahre alt. Er zog mit seiner Herde umher, lebte in seinem Zelt, vielleicht ein ganz beschauliches Leben. Er wird also 75 und bekommt von Gott ganz plötzlich einen Ruf, den ich jetzt nicht sehr wortgetreu wiedergebe, sondern etwas überspitze: "So, mein Freund, du gehst jetzt los und machst dich auf den Weg! Du reißt dein Zelt ab, und du gehst. Mach das! Steh auf und geh!" Wir können uns leicht vorstellen, dass Abraham gedacht haben muss: "Wohin denn?" - Gottes unglaubliche Antwort: "In ein Land - das werde ich dir schon irgendwann zeigen. Mach dir jetzt nicht so viele Gedanken! Geh erstmal los!"

Das ist genau die Situation, vor der wir in unserem Leben auch stehen. Immer wieder. Besonders aber als junge Menschen. Wir hören diesen Ruf ins Leben hinein, den Ruf ins Abenteuer. Und wir wissen nicht, was in diesem Leben passieren, was auf uns zukommen wird. Wir wissen nicht, ob alles gutgehen wird oder nicht. Das einzige, was wir wissen, ist: Wir müssen uns aufmachen und gehen. Dazu gibt es keine Alternative. Denn wenn wir uns nicht bewegen, wenn wir unser Leben vor sich hindümpeln lassen, dann werden wir aller Voraussicht nach nicht glücklich.

Das ist es, was die Geschichte von Abraham uns mit nur einem Vers sagt: "Und der HERR sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will." (Gen 12,1) Ja, das Abenteuer annehmen bedeutet: Arbeit, Unbequemlichkeit, Pflichten, Aufgeben von Sicherheit und Komfortzone.

Doch trotz alledem: Abraham geht los, und Gott lässt ihn nicht mit leeren Händen gehen. Er gibt ihm eine Verheißung mit. Er verspricht ihm: Wenn du dich auf dieses Abenteuer einlässt, wenn du mir nur vertraust, dann werde ich deinem Leben Bedeutung geben: "Und ich will dich zum großen Volk machen und will sich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein." (Gen 12,2)

Wenn du dein Leben in die Hand nimmst und dich ins Abenteuer stürzt, trotz all der Gefahren, die mit einem gelebten Leben verbunden sind, dann tu das im Vertrauen darauf, dass du das Kostbarste finden wirst, das es gibt: Dein Leben wird eine Bedeutung haben. Man kann es auch neutestamentlich sagen. Christus spricht: "Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach!" (Mt 16,24 par)

Da, wo Abraham am wenigsten suchen will - in der Fremde, im Unbekannten, in dem, was Angst macht, dort wird er finden, was er am meisten braucht: Bedeutung und Sinn für sein Leben.

Abraham vertraut auf Gott und geht. Und wir kennen noch heute seinen Namen. Sein Leben hat Bedeutung bekommen.

Bibellesepläne

veröffentlicht um 09.04.2019, 03:17 von Martin Möller

Momentan probiere ich einige Bibellesepläne, die ich hier veröffentliche. Wer Lust hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen.

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